Ägyptischer Schwarzkümmel als Grundlage unseres Öls
Für unser Schwarzkümmelöl verwenden wir ausschließlich Samen des Echten Schwarzkümmels (Nigella sativa) aus Ägypten. Entscheidend ist für uns dabei nicht allein die Herkunft, sondern die Qualität der Saat und ihre charakteristischen Pflanzenbegleitstoffe. Eine besondere Rolle spielt für uns Thymochinon.
Die gleiche ägyptische Schwarzkümmelsaat, die wir für unser Öl pressen, bieten wir auch als Lebensmittel an. Wer Schwarzkümmel lieber als ganze Saat verwenden möchte, findet sie bei unseren Schwarzkümmelsamen aus Ägypten.
Warum wir Schwarzkümmel aus Ägypten verwenden
Bei der Auswahl unserer Schwarzkümmelsaat achten wir unter anderem auf den Thymochinongehalt. Ägyptischer Schwarzkümmel ist für thymochinonreiche Chemotypen bekannt und hat sich für unsere Ölherstellung bewährt.
Die Herkunft allein garantiert jedoch keinen bestimmten Thymochinongehalt. Sorte bzw. Chemotyp, Anbaubedingungen, Ernte, Lagerung und Verarbeitung können die Zusammensetzung beeinflussen. Deshalb verlassen wir uns nicht allein auf die Herkunft der Saat, sondern lassen auch das daraus gepresste Öl untersuchen.
Schwarzkümmel ist für uns dabei keineswegs nur ein zugekaufter Rohstoff. Wir haben Nigella sativa auch bereits auf unseren eigenen Feldern in Garting angebaut und so eigene Erfahrungen mit der Pflanze gesammelt. Mehr über unsere ersten Versuche mit Schwarzkümmel und anderen Ölsaaten zeigen wir unter Ölfrüchte im Eigenanbau
Bio-Saat – warum wir unser Öl trotzdem nicht als Bio ausloben
Für unser Speiseöl verwenden wir Schwarzkümmelsaat aus ökologischem Anbau. Dennoch vermarkten wir das fertige Öl bewusst nicht als Bio-Schwarzkümmelöl.
Bei einem Rohstoff aus Ägypten können wir die Einhaltung der Bio-Standards vor Ort nicht so lückenlos nachvollziehen, wie wir es für eine eigene Bio-Auslobung erwarten. Uns ist eine zurückhaltende und nachvollziehbare Kennzeichnung deshalb wichtiger als ein zusätzliches Bio-Versprechen.
Welche Inhaltsstoffe enthält Schwarzkümmelöl?
Schwarzkümmelöl besteht überwiegend aus fettem Pflanzenöl und enthält einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Daneben enthält es natürliche Pflanzenbegleitstoffe, zu denen verschiedene aromatische Verbindungen und Thymochinon gehören.
Das Fettsäureprofil
Die dominierende Fettsäure ist Linolsäure (Omega-6), daneben enthält Schwarzkümmelöl insbesondere Ölsäure sowie verschiedene gesättigte Fettsäuren.
Die konkreten Anteile ergänzen wir hier noch anhand unserer eigenen Fettsäureanalyse. Das ist aussagekräftiger als allgemeine Literaturwerte.
Was ist Thymochinon?
Thymochinon ist ein natürlicher sekundärer Pflanzenstoff und eine charakteristische Verbindung des Echten Schwarzkümmels (Nigella sativa). Chemisch gehört Thymochinon zur Gruppe der Chinone.
Für uns ist dieser Stoff auch deshalb interessant, weil sein Gehalt analytisch bestimmt werden kann. Statt allgemein von „wertvollen Inhaltsstoffen“ zu sprechen, können wir damit eine konkrete Eigenschaft unseres Schwarzkümmelöls messen und transparent ausweisen.
Wie viel Thymochinon enthält unser Schwarzkümmelöl?
Bei der letzten Laboranalyse unseres Schwarzkümmelöls im Januar 2026 wurden 6.830 mg Thymochinon pro kg Öl gemessen. Das entspricht 0,683 %. Die Bestimmung erfolgte mittels GC/MS.
Thymochinongehalte können von Öl zu Öl deutlich schwanken. Der bei unserer untersuchten Probe gemessene Wert liegt im oberen Bereich vieler klassischer kaltgepresster Schwarzkümmelöle.
Die 6.830 mg/kg sind der tatsächlich gemessene Wert der untersuchten Probe und kein garantierter Mindestgehalt jeder Charge.
Unsere Herstellung in Garting
Die ägyptische Schwarzkümmelsaat pressen wir selbst in unserer Ölmühle in Garting. Gerade bei Schwarzkümmel achten wir besonders auf eine kontrollierte Temperaturführung und möglichst wenige weitere Verarbeitungsschritte.
Kaltpressung bei kontrolliert unter 40 °C
Während der Pressung wird die Öltemperatur kontinuierlich überwacht und bleibt zu jedem Zeitpunkt unter 40 °C. Beim Pressen gelangen neben dem fetten Öl auch charakteristische Pflanzenbegleit- und Aromastoffe aus der Saat in das Öl. Einige dieser Verbindungen sind flüchtig oder können durch die Verarbeitung beeinflusst werden.
Welche aromatischen und flüchtigen Verbindungen beim Pressen aus Samen ins Öl gelangen und warum Schwarzkümmel dabei besonders interessant ist, erklären wir ausführlicher in unserem Wissensartikel Aromen und ätherische Öle in Speiseölen.
Sedimentation statt Filtration
Nach der Pressung enthält das Öl noch feine natürliche Trubstoffe aus der Saat. Statt diese mit einer Filterpresse zu entfernen, geben wir dem Öl Zeit: Die schwereren Bestandteile setzen sich durch Sedimentation am Boden ab, anschließend wird das darüberstehende Öl abgefüllt.
So verzichten wir auf einen zusätzlichen Filtrationsschritt und bearbeiten das Öl nicht stärker, als es für seine Qualität erforderlich ist.
Wie schmeckt Schwarzkümmelöl?
Schwarzkümmelöl schmeckt intensiv würzig, pfeffrig-herb und charakteristisch nach Schwarzkümmel. Es ist damit kein neutrales Speiseöl, sondern ein ausgeprägtes Würzöl.
Herbe und leichte Bitternoten sind charakteristisch
Ja. Eine herbe, pfeffrige und leicht bittere Note gehört zum typischen Geschmacksprofil von Schwarzkümmelöl. Wer das Öl noch nicht kennt, sollte deshalb zunächst sparsam dosieren.
Schwarzkümmelöl in der Küche
Aufgrund seines kräftigen Aromas genügt häufig bereits eine kleine Menge, um Speisen eine deutliche Schwarzkümmelnote zu geben.
Verwendung und passende Gerichte
Schwarzkümmelöl passt besonders zu orientalisch gewürzten Gerichten, Dips, Salaten, Hülsenfrüchten und Gemüse. Auch bereits gegarte Speisen lassen sich unmittelbar vor dem Servieren damit würzen.
Kann man Schwarzkümmelöl pur einnehmen?
Ja. Schwarzkümmelöl kann als Lebensmittel auch pur verzehrt werden. Aufgrund des intensiven Geschmacks empfiehlt es sich, zunächst mit einer kleinen Menge zu beginnen.
Eine bestimmte tägliche Menge aufgrund einer gesundheitlichen Wirkung geben wir bewusst nicht vor. Wer sich darüber hinaus mit der Forschung und den diskutierten gesundheitlichen Eigenschaften von Schwarzkümmelöl beschäftigen möchte, findet weiterführende Informationen beim Zentrum der Gesundheit: Schwarzkümmelöl – Wirkung und Anwendung.
Kann man Schwarzkümmelöl erhitzen?
Zum Braten oder starken Erhitzen empfehlen wir Schwarzkümmelöl nicht. Bei warmen Gerichten sollte es erst nach dem Garen zugegeben werden.
Wie lagert man Schwarzkümmelöl richtig?
Schwarzkümmelöl sollte kühl, dunkel und gut verschlossen aufbewahrt werden. So wird das Öl möglichst wenig Licht, Wärme und Sauerstoff ausgesetzt.
Wie lange ist Schwarzkümmelöl haltbar?
Ungeöffnet ist unser Schwarzkümmelöl bei kühler und dunkler Lagerung 12 Monate haltbar. Nach dem Öffnen sollte die Flasche weiterhin kühl und dunkel gelagert und nach jeder Verwendung wieder gut verschlossen werden.
Unser Schwarzkümmelöl kann Spuren von Nüssen, Soja, Senf und Sesam enthalten.