Was macht unser Kürbiskernöl besonders?
Der Unterschied beginnt bereits vor der Pressung: Für unser Kürbiskernöl verwenden wir ungeröstete Kürbiskerne aus Oberbayern, die derzeit aus Moosburg an der Isar und damit nur rund 40 km von unserer Ölmühle stammen. Dieselben Kerne bieten wir auch als regionale Kürbiskerne zum Knabbern, Kochen oder Selbströsten an.
Ungeröstete Kürbiskerne aus Oberbayern
Viele verbinden Kürbiskernöl mit dem kräftigen Röstaroma klassischer Steirischer Kürbiskernöle. Wir gehen bewusst einen anderen Weg: Unsere Kürbiskerne werden vor der Ölgewinnung nicht geröstet. Das Ergebnis ist kein Ersatz für geröstetes Kürbiskernöl, sondern ein eigenständiger Ölcharakter, bei dem der Geschmack der ungerösteten Kerne im Mittelpunkt steht.
Kaltgepresst bei unter 40 °C und nicht gefiltert
Die Kürbiskerne werden direkt bei uns in Garting mechanisch gepresst. Dabei bleibt die Öltemperatur zuverlässig unter 40 °C. Das gewonnene native Öl wird weder raffiniert noch gefiltert. Stattdessen lassen wir ihm nach der Pressung Zeit: Natürliche Trubstoffe setzen sich durch Sedimentation am Boden ab, bevor wir das Öl bei uns abfüllen.
Wie schmeckt unser Kürbiskernöl?
Unser Kürbiskernöl schmeckt kräftig nussig, vollmundig und lang anhaltend. Es gehört zu den intensiveren Ölen in unserem Sortiment und kann den Charakter eines Gerichts deutlich mitprägen. Gerade deshalb genügt häufig schon eine kleine Menge zum Verfeinern.
Da wir die Kürbiskerne nicht rösten, besitzt das Öl nicht das typische Röstaroma gerösteter Kürbiskernöle. Wer sich dafür interessiert, warum Rösten und andere Verarbeitungsschritte den Geschmack eines Öls verändern können, findet dazu mehr in unserem Beitrag über Aromen und ätherische Öle in Speiseölen.
Was unterscheidet ungeröstetes von geröstetem Kürbiskernöl?
Der wesentliche Unterschied liegt in der Verarbeitung der Kerne vor dem Pressen. Dadurch entstehen zwei sensorisch unterschiedliche Arten von Kürbiskernöl.
Warum klassisches Steirisches Kürbiskernöl anders schmeckt
Bei Steirischem Kürbiskernöl g.g.A. werden die Kürbiskerne im traditionellen Herstellungsverfahren vor der Pressung vermahlen, mit Wasser und Salz zu einer Masse verarbeitet und geröstet. Durch die Röstung entstehen charakteristische Röstaromen, die den bekannten Geschmack dieses Öls wesentlich mitprägen.
Warum wir unsere Kürbiskerne nicht rösten
Bei unserem Kürbiskernöl entfällt dieser Röstschritt. Die Kerne gelangen ungeröstet in die Presse und das Öl bleibt während der Kaltpressung unter 40 °C. Wir möchten damit kein Steirisches Kürbiskernöl nachahmen, sondern ein Kürbiskernöl mit einem eigenen, kräftig-nussigen Geschmacksprofil herstellen.
Wie kann man Kürbiskernöl verwenden?
Durch seinen intensiven Geschmack eignet sich Kürbiskernöl besonders dort, wo das Öl bewusst Teil des Gerichts sein soll.
Für Salate, Gemüse, Kartoffeln und herzhafte Gerichte
Klassisch passt Kürbiskernöl zu Blatt- und Kartoffelsalaten, Gemüse, Kartoffelgerichten, Dips und Aufstrichen. Auch über bereits gegarte Speisen kann es unmittelbar vor dem Servieren gegeben werden. Dabei lieber zunächst sparsam dosieren – nachgeben kann man immer.
Kürbiskernöl zu Suppen und süßen Speisen
Sehr gut harmoniert die nussige Note mit cremigen Suppen. In unserem Rezept Kürbissuppe mit Kürbiskernöl wird das Öl erst beim Anrichten über die Suppe gegeben.
Wer gerne ausprobiert, kann Kürbiskernöl auch mit Süßspeisen kombinieren. Besonders bekannt ist die Kombination mit Vanilleeis, bei der nussiges Öl und süße Vanille einen spannenden Kontrast bilden.
Welche Fettsäuren enthält Kürbiskernöl?
Kürbiskernöl enthält verschiedene gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Typischerweise wird sein Fettsäureprofil vor allem von Linolsäure (Omega-6) und Ölsäure (Omega-9) geprägt. Die genaue Zusammensetzung kann abhängig von Rohstoff und Ernte schwanken.
Linolsäure und Omega-6 im Kürbiskernöl
Linolsäure ist eine mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure und gehört zu den charakteristischen Fettsäuren von Kürbiskernöl. Sie ist eine essentielle Fettsäure und muss über die Nahrung aufgenommen werden.
Wie sich Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren unterscheiden und welche Aufgaben sie in unserer Ernährung haben, erklären wir ausführlicher in unserem Blogbeitrag über das Omega-6- und Omega-3-Verhältnis.
Enthält Kürbiskernöl Omega-3?
Kürbiskernöl enthält im Vergleich zu ausgesprochen Omega-3-reichen Pflanzenölen nur wenig Alpha-Linolensäure (Omega-3). Wer gezielt ein Öl mit hohem pflanzlichem Omega-3-Anteil sucht, findet beispielsweise in Leinöl, Leindotteröl oder Drachenkopföl passendere Alternativen.
Ist Kürbiskernöl gesund?
Kürbiskernöl liefert verschiedene ungesättigte Fettsäuren und ist insbesondere durch Linolsäure (Omega-6) und Ölsäure (Omega-9) geprägt. Linolsäure gehört zu den essentiellen Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst bilden kann und deshalb über die Nahrung aufnehmen muss.
Entscheidend ist dabei nicht ein einzelnes Öl, sondern die Zusammensetzung der gesamten Ernährung. Unser Kürbiskernöl lässt sich deshalb besonders gut als aromatisches Genussöl mit einem charakteristischen Fettsäureprofil in eine abwechslungsreiche Küche integrieren.
Wie entstehen aus unseren Kürbiskernen Öl und Kürbiskernmehl?
Bei uns gehören Kürbiskernöl und Kürbiskernmehl unmittelbar zusammen. Beim Pressen der ungerösteten Kürbiskerne entstehen zwei wertvolle Lebensmittel: das native Kürbiskernöl und der verbleibende Kürbiskernpresskuchen.
Diesen Presskuchen vermahlen wir direkt bei uns in Garting zu unserem Kürbiskernmehl. So nutzen wir den Kürbiskern über die Ölgewinnung hinaus sinnvoll weiter. Wer genauer sehen möchte, wie wir unsere Speiseöle in Garting pressen, sedimentieren und abfüllen, erfährt mehr auf unserer Seite zur handwerklichen Herstellung unserer Speiseöle.
Unser Kürbiskernöl kann Spuren von Nüssen, Soja, Senf und Sesam enthalten.